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Algorithmus

Welche Posts dir auf Instagram angezeigt werden, ist kein Zufall. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System, das versucht abzuschätzen, was dich interessieren könnte. Aber nicht nur: Denn natürlich bekommst du auch bezahlte Beiträge in den Feed gespült, bei denen du als Zielgruppe ausgewählt wurdest. Andere Posts, darunter vielleicht eigene, scheinen unterzugehen. Das kann frustrierend sein.

Der Instagram-Türsteher: ein intelligenter Algorithmus. Was steckt dahinter? Worauf legt er wert? Und wie hat er sich im Laufe der Jahre verändert?

Um das alles einordnen zu können, ist es wichtig, den Algorithmus zu verstehen. Oft hält sich Facebook / Instagram hier bedeckt – nach einigen Datenschutzskandalen im Jahr 2018 gab es allerdings Transparenzversuche, bei denen die Arbeitsweise des Algorithmus erklärt wurde. Der Algorithmus funktioniert vor allem durch sogenanntes machine learning. Das vorherige Verhalten des jeweiligen Users auf der Plattform wird dabei analysiert und die Inhalte daraufhin angepasst. So erhält jede Person einen personalisierten Feed. Dabei kommt es vor allem auf die folgenden Faktoren an:

Das Problem

Eine Sache, die einem immer bewusst sein muss: Instagram ist ein Wirtschaftsunternehmen, das vorrangig am Profit interessiert ist. Änderungen am Algorithmus haben daher neben der Personalisierung des Feeds vor allem das Ziel, mehr Anreize für gesponserte Posts zu schaffen. Facebook verpackt das liebevoll mit mehr Sichtbarkeit für “Friends und Family”. Das ist aber gleichbedeutend für weniger Sichtbarkeit für viele, die nicht für Reichweite zahlen möchten oder können, aber trotzdem Gehör verdienen. Den Änderungen am Algorithmus ist man dabei hilflos ausgesetzt und so muss man sich immer an die aktuellen Richtlinien anpassen.

Die Lösung?

Viele Menschen auf Instagram stecken eine Menge Arbeit in die Posts. Der Algorithmus erkennt allerdings keinen “Aufwand”. Beiträge, die in hohes Maß an Interaktionen erzielen, werden auch mehr Menschen angezeigt. Dabei ist es egal, ob du ein Selfie im Spiegel machst oder mehrere Stunden ein Bild gezeichnet hast. Wenn du die Arbeit hinter deinen Lieblings-Accounts schätzt, dann zeig es. Das geht tatsächlich sehr einfach und ist kostenlos:

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Wir – und viele tolle andere Kanäle – nehmen uns Zeit für unsere Beiträge und sitzen teilweise stundenlang an Recherche, Text und Layout. Der aktuelle Algorithmus ist aber eher auf schnelllebige Posts ausgelegt, die sehr viel Aufmerksamkeit in kürzester Zeit erzeugen. Deshalb: Belohnt mit den oben genannten Methoden die Menschen, die etwas Wichtiges zu sagen haben und viel Zeit und Aufwand in ihre Arbeit stecken!




QUELLEN:
Instagram: Instagram @creator Account
Instagram: About Instagram / Instagram Our Story
Facebook: Ankündigung im Januar 2018 von Mark Zuckerberg
Techcrunch: How Instagram’s algorithm works


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