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Ist Nachhaltigkeit “weiblich”?

Ist Nachhaltigkeit weiblich? Dieses Diagramm zeigt die Geschlechterverteilung unseres Kanals @nachhaltig.kritisch. Ich bleibe bei dieser Verteilung allerdings mit vielen Fragen zurück. Für mich war Nachhaltigkeit und alles, was damit einhergeht, immer ein gesamtgesellschaftliches Thema, kein geschlechterspezifisches. Woran könnte die Ungleichverteilung liegen – und wie sieht das bei anderen Kanälen aus?


Ich habe mir meinen eigenen Freundes- und Bekanntenkreis angeschaut und dort eigentlich eine gleichmäßige Verteilung von Männern und Frauen, die das Thema interessiert (oder eben auch nicht interessiert). Zuerst dachte ich, es könnte daran liegen, dass die Verteilung von Männern und Frauen auf der Plattform Instagram generell ungleich ist. Doch gerade in den jüngeren und relevantesten Altersgruppen ist die Verteilung fast 50/50.

Liegt es also vielleicht eher an unserer Machart, an den Grafiken, am Ansatz allgemein? Wir haben verschiedenste größere Kanäle angefragt, die ähnliche Themen behandeln. Die Verteilung ist dort teilweise noch eindeutiger als bei uns.

@zero_waste_deutschland folgen lediglich 11% Männer, bei @nachhaltigkeit.warum.nicht sind es 12%. Bei @incapitalletters.de liegt die Männerquote bei 14%, @nachhaltify und @franzischaedel folgen knapp 20%.
Hier lässt sich also eindeutig eine Tendenz erkennen.

Wie ist das mit Kanälen mit männlichen Influencern? @philippsteuer hat ebenfalls einen deutlichen Frauenüberschuss. Hier sind nur 14% männlich. @gutmensch_alex sticht ein bisschen aus der Reihe. Bei ihm ist die Verteilung 69/31, trotzdem noch eine starke weibliche Mehrheit.

Auffallend ist auch: Es gibt wenige männliche Influencer, die sich mit dem Thema beschäftigen, zumindest in unserer Filterblase.

Ihr seid dran…

Bevor wir uns auf Ursachenforschung begeben, würde mich interessieren: Was glaubt ihr, wie so eine Verteilung zustande kommt? Wie ist es vielleicht auch in eurem Freundeskreis? Wir freuen uns sehr auf die Diskussion.

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